Im letzten Jahr war mit Paula die Idee entstanden mit dem VCP BBB am 50. Berliner Singewettstreit teilzunehmen. Im VCP gibt es dazu keine Tradition und insofern hatte ich dazu keine Vorerfahrung. Mit ein bischen Googeln gewann ich einen Eindruck (Stichworte Singewettstreit Rabenstein). Im letzten Jahr hat es nicht mehr für einen Beitrag gereicht, dafür treffen sich die Älteren im VCP zu selten.
Maja und ich sind dann immerhin als Besucher hingegangen und die Veranstaltung hat uns gut gefallen.
Nachdem wir im letzten Jahr das Vorweihnachtsprogramm absolviert hatten (Erntedank, St. Martin, Friedenslicht), stand die Frage im Raum was beschäftigt uns im kalten und dunklen Januar. Stefan hat netterweise einen Schulraum für uns organisiert, damit waren wir schon mal warm und trocken, wenn auch ohne weiteren Plan. Also haben wir im Dezember zum Jahresabschluss mit den Kindern überlegt, ob ein Auftritt beim Singewettstreit etwas sein könnte. Die Meinungsbildner waren schnell entschieden: Es kann! Gegenstimmen gab es keine und so begannen wir mit den Vorbereitungen.
Wir hatten drei Gruppenstunden zum Proben bis zum Wettstreit, der traditionell Ende Januar liegt. Da die Gruppenstunden die "Anreise" zur Schule und das Vorbereiten des Klassenraums (Verräumen von Tischen und Stühlen) einschließen, bleibt netto weniger als 45 Minuten um etwas zu Proben.
Die erste Gruppenstunde brauchten wir, um ein Konzept zu entwickeln. Ein Schiff musste her, die Rollen mussten festgehalten werden und über mögliche Kostüme entschieden werden. Immerhin gelang uns ein erster provisorischer Durchlauf.
Die nächsten Stunden standen im Zeichen der Proben. Immerhin bekamen wir schnell eine stabile und im Großen und Ganzen für alle zufriedenstellende Zuordnung der Rollen hin. Lediglich Buschmann und Farmer Old Joe waren schwer zu besetzen. Während mir das Herz langsam immer weiter in die Hose rutschte, bekam der Auftritt bei den Kindern eine ganz eigene Dynamik. Immer mehr Ideen entstanden und wurden umgesetzt. In der letzten Probe konnten wir den Farmer dann noch besetzen. Den Buschmann besetzten wir dann noch nach der Generalprobe - das erforderte dann doch ein gewisses Gottvertrauen - aber wir sind schließlich christliche Pfadfinder, also warum nicht.
Zur Auswahl des Liedes ist zu sagen, dass es zu den ersten Liedern gehörte, die wir erlernt haben. Es hat der Gruppe den Namen gegeben, insofern sollte jedes Kind dieses Lied singen können und ich kann es fast fehlerfrei auf der Gitarre spielen. Da es unser erster Auftritt auf dem Singewettstreit war, hatte es zugleich die Funktion einer Vorstellung und da passte es gut, dass unser Gruppenname direkt mit dem Lied verbunden ist.
Parallel zu unseren Proben lief die große Suche nach Kostümen an. Hier haben Kinder und Eltern mitgeholfen, so dass wir für fast alle Rollen schöne und passende Kostüme hatten. Besonders muss ich das Känguru hervorheben. Die Idee war gewesen ein Känguru zu improvisieren. Am Ende ließ es sich Christine nicht nehmen ein super komplett neues Kostüm zu nähen.
Viel schneller als gedacht war dann der große Tag gekommen. Einmal mehr mit der Hilfe von Pia und Oliver haben wir die Logistik bewältigt. Die Gitarre habe ich gleich mitgenommen und Gasflaschen gab es keine zu vergessen.
Wir waren die erste Gruppe vor Ort. Die Türen waren noch nicht einmal offen, aber durch eine Seitenpforte konnten wir doch schon herein. Kaum drinnen mussten wir sofort zum Soundcheck.
Das gab uns die Chance für eine kurze Stellprobe. Es stellte sich heraus, dass wir auch gleich als erste Gruppe singen würden. Immerhin war der Streß dann wenigstens schnell vorbei.
Kurz nach halb Vier ging es dann auch fast pünktlich los. Zunächst gab es ein paar Vorreden und ein Lied und die Spannung machte sich bei allen immer breiter.
Am Ende ging alles ganz schnell wir wurden angesagt, stapften auf die Bühne und die Presse macht unsere Angsage. Das Video gibt den Auftritt gut wieder insofern seht selbst.
Nach unserem Auftritt kam die Meute der Normann. Nun ja, das sind die Sieger der letzten Jahre und auch dieses Jahr war ihr mehrstimmig vorgestragenes polnisches Lied nicht zu toppen. Dafür hätte es auch bei den Stämmen eine Platzierung gegeben.
Wir sind bis zum Ende des Singens geblieben. Nur eine kleine Delegation hat die Auswertung abgewartet. Das Ergebnis ist ein guter zweiter Platz. Wir wurden sehr für unsere Show gelobt es wurde jedoch auch angemerkt, dass wir dem Singen etwas mehr Aufmerksamkeit widmen sollten.
Insofern ein sehr würdiges Ergebnis - nächstes Jahr haben wir aber keinen Anfänger Bonus mehr, sofern es ein nächstes Mal gibt. Die Kinder werden es entscheiden.
PS Die Bilder vom Singewettstreit hat Pia gemacht, das Video Sylvia. Vielen Dank!


















































